Windenergie ist lediglich eine Übergangstechnologie und wird schon bald von Fusionsenergie verdrängt. Das erklärte erst vergangene Woche Bundeskanzler Friedrich Merz. Manche Fantasien halten sich in der politischen Debatte eben hartnäckiger als jeder Realitätsabgleich.
2023 wagte das Forschungsministerium Realität. Es veröffentlichte ein Positionspapier zum Thema. Die Prognose: Bandlaststrom für 5 bis 9 Cent die kWh.
Ebenfalls 2023 wurden diese Zahlen widerlegt. Das Ministerium hatte die Daten auf der Basis einer EU-Studie aus 2005 errechnet, wie die Frankfurter Rundschau damals berichtete.
Laut Artikel gingen Experten zu der Zeit bereits von sehr viel höheren Kosten aus. 20 Milliarden Euro pro Kraftwerk, Stromkosten zwischen 20 und 36 Cent die kWh, die teuerste Stromerzeugungstechnologie von allen. Tendenz der Kosten? Stetig steigend!
Und überhaupt: Laut einer aktuellen Stellungnahme des Büros für Technikfolgen- Abschätzung beim Deutschen Bundestag sind wir: Stand heute im besten Fall noch mehrere Jahrzehnte von einer ersten Demonstrationsanlage entfernt.
Denn, Stand heute, sind nicht mal die elementarsten Forschungsfragen geklärt. Geschweige denn ist, stand heute, klar, ob Kernfusion jemals zu konkurrenzfähigen Preisen Strom produzieren kann.
Mal ganz abgesehen davon, dass das Label „sauber“ auf einer Technologie die Atommüll verursacht, noch zu überprüfen wäre. Und trotz all dieser Fakten lebt der Traum. Windkraft werde lediglich zehn Jahre, 20 Jahre, vielleicht 30 Jahre Strom produzieren, so Friedrich Merz.
Für alle, die sich nach dieser Zukunftsvision sehnen. Dabei handelt es sich um eine Nebelkerze. Oder zumindest ein Szenario, das alle, die das hier lesen, nicht mehr erleben werden. Denn eins ist klar: Alles bis auf die Holzverbrennung war in der energetischen Menschheitsgeschichte irgendwie Übergangstechnologie.

